FDP-Gernsheim

Realisierungsplanung zum Friedhofsentwicklungskonzept

Am 24.06.2020 brachte die FDP-Fraktion eine Realisierungsplanung zum vorliegenden Friedhofsentwicklungskonzept der Firma Contura in die Stadtverordnetenversammlung ein und bezweckte damit die Bildung einer Entscheidungsgrundlage für eine Umsetzung.
Diese Vorlage wurde nicht angenommen und damit blieben auch wichtige Fragen zu diesem Projekt unbeantwortet, wie z.B. die Kosten, der Zeitablauf und auch die Friedhofskapelle, die nach Ansicht der Liberalen die Funktion einer Grabeskirche ausüben könnte. Die Realisierungsplanung sollte unter dem Motto stehen „Friedhöfe neu denken“ und für den Menschen inmitten unserer Gesellschaft einen adäquaten Ort für seine Trauer bieten. Die Aufstellung der Gesamtinvestitionskosten in Verbindung mit einer Rentabilitätsberechnung hätte gezeigt, in welchem Umfang und Zeitraum das Friedhofsentwicklungsentwicklungskonzept hätte umgesetzt werden können. Da diese Parameter fehlen, wird das Projekt nach Kassen- und Stimmungslage umgesetzt werden, d.h., wenn man hinten fertig ist, wird man vorne wieder anfangen müssen. Auch wurde bisher mit keinem Wort die gesetzlich festgelegten Belegungszeiten erwähnt; ein Kernproblem, welches nur mit Hilfe einer soliden Zeitplanung gelöst werden kann.
Weiterhin schlug die FDP vor, das Friedhofsentwicklungskonzept und die dazugehörige Realisierungsplanung der Innenstadtkommission zuzuordnen. Die Etablierung dieser Planung in die Innenstadtkommission entspricht der Bedeutung dieses Bereichs für die Zukunft. Insbesondere ist da an Finanzierungsmöglichkeiten zu denken, die oft eine schnelle Entscheidung fordern.  Bei einem zu erwartenden Wegfall des Friedhofszwangs bei Urnen und der Tatsache, immer mehr Religionsgemeinschaften berücksichtigen zu müssen, dürften mittelfristig signifikante Änderungen zu erwarten sein. Eine Realisierungsplanung hätte man in Zusammenarbeit mit einer Hochschule vornehmen können.

Ulrich Kummetat

FDP-Fraktion