FDP-Gernsheim

Schulzeugnisse

PROMNY zur Möglichkeit einer schriftlichen
Bewertung anstatt Zeugnisnoten

Bildung / Schule5. Februar 2019

  • Kriterien zur Erprobung der schriftlichen Bewertung unklar
  • Transparenz muss gewährleistet sein
  • Bürokratische Mehrbelastung der Lehrkräfte befürchtet

WIESBADEN – Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Moritz Promny, hinterfragt die Ankündigung der Landesregierung, Zeugnisnoten in bestimmten Schulen abzuschaffen und durch schriftliche Beurteilungen zu ersetzen. Er hat dazu eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Promny: „Es droht bürokratische Mehrarbeit für Lehrkräfte. Auch stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Schulen überhaupt ausgewählt werden, die künftig auf Zeugnisnoten verzichten können. Das hätten wir gerne gewusst. Sind die ins Auge gefassten 30 Schulen, die jährlich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen können, die neu angekündigten 30 pädagogisch selbstständigen Schulen oder können sich auch andere Schulen für diese Maßnahme bewerben? Ich möchte namens der Fraktion der Freien Demokraten von der Landesregierung weiter wissen, welche Unterstützung – zum Beispiel in Form von Fort- und Weiterbildung – die Schulen und Lehrkräfte bei der Erstellung von schriftlichen Bewertungen statt Noten erhalten. Das Ganze muss schließlich rechtssicher sein.“

Promny weiter: „Weiterhin ist fraglich, wie sichergestellt werden soll, dass für einen Schüler beziehungsweise für eine Schülerin beim Verlassen der Schule oder einem Schulwechsel dann doch das benötigte Zeugnis mit Ziffernnoten ausgestellt werden kann. Die Landesregierung soll sich hierzu erklären. Schließlich müssen auch Eltern und weiterführende Bildungs- und Ausbildungsträger mit dem neuen System vertraut gemacht werden. Wie das geschehen soll, ist ebenfalls Teil unserer Kleinen Anfrage. Insgesamt gibt es bei diesem Vorstoß bislang mehr Fragen als Antworten. Die Landesregierung muss klar darlegen, wie sie das Ganze zu organisieren gedenkt und wie sichergestellt werden kann, dass am Ende nicht mehr Verwirrung als alles andere herrscht.“

Moritz Promny

Moritz Promny

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